Permalink

0

Trennung vom Partner steht an?

Dann hat der Staatsanwalt einen Tipp:

kümmere dich nicht um faire Aufteilung des Inhalts der gemeinsamen Wohnung. Nimm dir was du haben willst, egal wessen Eigentum das ist.

Es ist zwar eigentlich gegen das Gesetz, aber das interessiert uns nicht, wir werden das nicht verfolgen. Was in einer Partnerschaft passiert, das geht uns nichts an. Strafen hast du nicht zu fürchten.

Und wenn du schon dabei bist: nicht nur Unterschlagung und Diebstahl wird unter solchen Umständen nicht verfolgt. ALLES was in einer Partnerschaft passiert, interessiert uns nicht.

Wir werden nur tätig, wenn es Geld für Staat und Wirtschaft einzutreiben gilt und damit Straftaten verbunden sind. Ansonsten sehen wir zu und lassen euch das selbst regeln.

Damit legen wir die Regeln und Standards hier im Lande fest, wie niemand das kann. Und einem Staatsanwalt pfuscht man nicht ins Werk. Da kann sich jeder auf den Kopf stellen, da ist nix zu machen. Einmal abgelehnt, immer abgelehnt. Beschwerden werden ignoriert, da stützt der eine Staatsanwalt den anderen.

Wie so ein kleiner Napoleon sitzt ein Staatsanwalt im Nest und kann tun und lassen, was er will. Das Strafgesetzbuch interessiert ihn nicht, alle dort aufgeführten Strafaten gelten nicht, wenn sie innerhalb einer Partnerschaft passieren.

Das glaubst du nicht?

Dann lies mal das hier, ein Auszug aus einem Originaldokument der Staatsanwaltschaft Magdeburg. Der Inhalt wurde auch durch mehrer Beschwerden und Strafanzeigen wegen „Strafvereitelung im Amt“ nicht abgeändert, sondern durch etwa 12 verschiedene Personen bestätigt. Auch Strafvereitelung im Amt gibt es offenbar nicht. Gegen staatsanwaltschaftliche Entscheidungen kannst du nix tun, egal wie sehr sie gegen Gesetze verstoßen und egal, was die Tatbestände sind. Lies selbst:

Und, um das mal klarzustellen, es geht dabei nicht um Kleinigkeiten, sondern um insgesamt etwa 20 verschiedene Straftaten, wie unter anderem: Nötigung in mehreren Fällen, tätlicher Angriff (Attacke mit einem Hammer und zerschlagener Tür), Unterschlagung (Beiseiteschaffen von Eigentum aus gemeinsamer Wohnung im vierstelligen Wert), Diebstahl (z.B. aus Umzugskartons, aus dem Auto und dergleichen), falsche Strafanzeigen (unter anderem wegen nicht vorhandener sexueller Nötigung, wegen vorgeblichen Diebstahls und vorgeblicher Unterschlagung), wegen Aussperrung aus der gemeinsamen Wohnung, wegen übler Nachrede, Beleidigung und ähnlichen Dingen mehr.

Das Interessante an der Sachlage ist, dass diese Vorgänge mehrfach unter Einbeziehung der örtlichen Polizei aktenkundig gemacht worden sind, es also Protokolle dazu gibt. Darüber hinaus sind die realen Sachverhalte leicht zu beweisen, da fast alles dokumentiert und durch Belege nachgewiesen werden kann. Zeugen gibt es darüber hinaus.

In einem Zivilverfahren wurden erste Erfolge erzielt, die das Versagen der Staatsanwaltschaft belegen. Das ändert jedoch nichts daran, dass strafrechtliche Verfolgung nicht stattfindet.

Das ist ein Aufruf der Staatsanwaltschaft, Partnerschaften immer so zu beenden, denn dem Täter passiert ja nichts. Damit hat die Staatsanwaltschaft sich den Preis „Verbrechensförderer Nummer 1“ verdient!

Zudem lernt man ja aus den Belehrungen der zuständigen Institutionen: das ist eine klare Erziehung zu Selbstjustiz und dazu, selbst Straftaten in Beziehungen zu begehen.

Weiterhin absurd ist die Art, wie sich die Staatsanwaltschaft gegen Vorwürfe wehrt. Da kommen Argumente, es seien ja nur 2 Parteien betroffen, das interessiert die Öffentlichkeit nicht.

Das ist eine echte Lüge, denn in vielen anderen Fällen werden Strafen verhängt, die nur eine beteiligte Partei haben: etwa Verkehrssünden wie nicht anschnallen oder Handynutzung am Steuer, aber auch Drogengebrauch, Schwarzfahren, „Urheberschutzverletzungen“ und dergleichen mehr.

Und was ist mit Beleidigungen, die zumeist nur aus 2 Personen bestehen? Da wird ein gezeigter Stinkefinger bestraft, aber das Ausrauben eines Expartners interessíert die Öffentlichkeit nicht?

So prägt man das Land und dann wundert man sich, dass die Menschen sich verändern, dass sie ihren Frust auf andere Art abbauen.

Ein weiteres Anzeichen für den vorherrschenden Bürokratieterror im Land.

Denn das STGB kennt keinen straffreien Raum einer Partnerschaft, wie die Staatsanwälte das hier weismachen wollen. Offenbar ist da aber für niemanden dran zu rütteln. Und der § 258A STGB – Strafvereitelung im Amt – ist offenbar auch sinn- und nutzlos.

Da hat sich ein weiteres unangreifbares elitäres Grüppchen gebildet, das eigentlichen einen staatlichen Auftrag zur Gewährleistung gesetzlicher Ordnung und zur Verfolgung von Gesetzesverstößen hat, und diese Gruppe verweigert abgestimmt bestimmte Aktionen, zu denen sie verpflichtet ist. Ein oft anzutreffendes Bild in unserer Gesellschaft.

Muss man sich da über zunehmende Gewalt gegenüber der Staatsmacht wundern? Mich wundert es nicht, man wird ja geradezu dazu aufgerufen.

Leidtragend ist dabei auch die Polizei, die als erste vor Ort sind und solche Straftaten begleiten müssen. Wie groß da die Enttäuschung über solches Verhalten der Staatsanwälte ist, das kann man sich vorstellen. Wäre ich Polizist mit solchen Erfahrungen, ich würde mich fragen: wozu tue ich mir das an, wenn das doch nicht verfolgt wird.

Wie schon gesagt: das ist eine direkte Aufforderung vom Staatsanwalt, Trennungen nur noch mit Hilfe von Straftaten zu vollziehen, es passiert einem ja nichts.

Ich werde diese Erziehung künftig nutzen!

Hier einige weitere Informationen zum Thema. Staatsanwälte, ein übles Thema.
Offenbar nur noch Werkzeuge des Staates, wenn es um Geldeintreiben geht und natürlich verlängerter Arm der Industrie (wie man an den immer häufiger vorkommenden bearbeiteten Fällen von Urheberschutzverletzungen sieht). An anderen Straftaten wird nur das Nötigste überhaupt verhandelt und so nimmt die Anzahl der Verbrechen ständig zu, aber die Bestrafungen nehmen im gleichen Maßstab ab.

Schreibe einen Kommentar

Pflichtfelder sind mit * markiert.